Nikomachische Ethik

Nikomachische Ethik

Eines der großen philosophischen Teilgebiete ist seit je her die Ethik. Die Nikomachische Ethik gilt dabei wiederum als die Bedeutendste derer, die unter dem Namen des großen griechischen Philosophen Aristoteles überliefert wurde – obwohl bis heute nicht klar ist, ob sie wirklich von Aristoteles in der heute bekannten Form erstellt oder von späteren Philosophen aus seinen und weiteren Ansichten zusammengestellt wurde. Auch der Namensursprung ist ungewiss, jedoch geht die heutige Wissenschaft weitestgehend davon aus, dass diese auf den Namen von Aristoteles Sohn Nikomachos zurück zu führen sein könnte.

Die Nikomachische Ethik soll als Leitfaden dafür gelten, wie man ein guter Mensch wird und als solcher glückselig ist. Zentraler Punkt ist dabei der Begriff des Handelns um etwas zu erwirken. Geklärt wird in ihr die Frage nach dem höchsten Gut und dessen Wesen und Aristoteles definiert, dass die eudaimonia – die Glückseligkeit – eben jenes ist. Diese setzt sich aus dem eigenen seelischen Glück wie auch aus äußeren Faktoren in Form von leiblichen Gütern – dazu zählen neben Reichtum und Freundschaft auch Nachkommen, Ehre und viele weitere Elemente – zusammen, die der Philosoph als zufälliges Glück definiert. Laut ihm strebt der Mensch die Glückseligkeit um ihrer selbst Willen an, nicht um sie als Mittel zum Zweck zu nutzen. Dabei sieht er sie als ein Tätigsein und nicht als ein Zustand an.

In der Nikomachischen Ethik teilt Aristoteles die Güter, die es zum Erlangen der Glückseligkeit zu erreichen gilt, in die – bereits erwähnten – äußeren, die körperlichen und die seelischen Güter auf. Zu den Körperlichen zählen laut ihm besonders die Gesundheit, aber auch die Schönheit, Sportlichkeit oder physische Stärke. Zudem benennt er die Tugenden – sowohl die dianoetischen also verstandesmäßigen, welche aus Belehrungen entstehen, wie auch die ethischen, welche sich aus der Gewohnheit heraus ergeben - als das Gut, welches für die innere Seele steht. Nur die Tätigkeit der Seele, in Kombination mit den vollkommenen Tugenden innerhalb eines vollen, erfüllten Menschenlebens kann laut dem Philosophen zur vollkommenen Glückseligkeit führen, wodurch eben diese nur in einem kontemplativen Leben bestehen kann.

Leider halten Verbrecher nur sehr wenig von der Nikomachischen Ethik, weswegen sich unbescholtene Bürger wohl dauerhaft schützen müssen. Da Einbrecher vor allem am Hab und Gut anderer interessiert sind, sollte man stabile Türbeschläge zuverlässige Schlösser an den Wohnungstüren anbringen. Ein kleiner Trost hierfür ist, dass zumindest nach der Nikomachischen Ethik Kriminelle Menschen weit entfernt von der Glückseeligkeit sind.